Gefärbte Eier sind ein echter Hingucker fürs Osternest oder den Osterbrunch. Das Dekorieren und Färben ist eine spassige, kreative Familien-Aktivität und gehört zu den schönsten Familienritualen rund um Ostern. Wir zeigen dir, wie du Ostereier einfärben oder mit anderen Materialien verzieren kannst.
Bevor du loslegst, hier ein paar grundlegende Infos: Jedes Ei ist ein Unikat und ein Kunstwerk für sich. Mit weissen Eiern bekommst du frische, helle Farben, mit braunen dunklere und natürlichere Farben. Je länger ein Ei im Sud liegt, desto intensiver wird das Ergebnis. Verwende fürs Färben mindestens acht Tage alte Eier. Frische gekochte Eier lassen sich nämlich sehr schlecht schälen. So findest du heraus, ob dein Ei soeben gelegt wurde oder nicht. Für unsere feinen Salatsaucen hingegen lieben wir maximal frische Komponenten. Mehr über die Eier, die wir verwenden und die Herstellung unserer Salatsaucen kannst du hier nachlesen.
Vorbereiten
Schneide aus alten Nylonstrümpfen Rechtecke in doppelter Grösse der Eier und lege frische Kräuter, Gräser, Blättchen oder Blüten mit der Rückseite nach unten auf die Strümpfe. Fasse dann die Strumpfkanten, zieh sie straff zusammen und binde sie mit einem Faden dicht am Ei fest. Ist kein Strumpf da, kann die Verzierung direkt mit einem Faden festgebunden werden. Und hast du keine Kräuter zur Hand, können die Eier auch mit Zwiebelschalen umwickelt und mit einem Wollfaden straff befestigt werden. Die abgedeckten Stellen bleiben hell und ergeben tolle Muster. Natürlich können Eier auch ganz ohne Verzierung oder Umwicklung gefärbt werden.
Eier färben mit Kaltfarben
Kaltfarben sind ideal für kleinere Kinder, so kommen sie nicht mit heissem Wasser in Kontakt. Zuerst werden die Eier hart gekocht und abgekühlt. In verschiedenen Gläsern oder Bechern kannst du nun die Farben mit Wasser vermischen. Die Eier werden mit einem Löffel oder von Hand (evtl. Einweghandschuh) Stück für Stück ganz oder teilweise in die Farbe eingetaucht. Farbe trocknen lassen und das Ei nochmals in dieselbe oder in eine andere Farbe tauchen. Auch toll: Reis in einen leeren Becher geben, etwas Eierfarbe darüberträufeln und das gekochte Ei mit einem Löffel im Reis wenden. Für Marmormuster kannst du Einweghandschuhe anziehen, Farbe auf die Handfläche geben und die gekochten Eier in der Hand wenden. Auch mit Luftpolsterfolie, auf der die Eier in Farbe gerollt werden, ergeben sich lustige Muster.
Tipp: Schürze oder Kleidung tragen, die Flecken bekommen darf.
Eier mit Zwiebelschalen färben
Eier in Essigwasser 8–10 Minuten köcheln, herausnehmen und abschrecken. Daneben vier Handvoll Zwiebelschalen in 2–3 Liter Wasser und etwas Salz eine Viertelstunde lang kochen; den Sud eine Stunde ziehen lassen. Die Eier dann 8–10 Minuten darin köcheln. Werden die Eier nach dem Färben mit etwas Speiseöl oder Speck eingerieben, glänzen sie wunderschön. Wer die Sache lieber abkürzt, kocht die Eier einfach im vorbereiteten Sud.
Färben mit heissen Farben
Wer gerne mit natürlichen Stoffen arbeitet – so wie wir mit unseren Salatsaucen, die keine künstlichen Verdickungsmittel oder Konservierungsstoffe enthalten –, kann mit Gemüse oder Beeren tolle Farbeffekte erzielen. Für ein schönes Blau 1.5 kg Rotkabis fein schneiden, mit 1.5 l Wasser in einer grossen Pfanne aufkochen und rund 25 Min. köcheln lassen. Sud absieben, 1 EL Weissweinessig beigeben. Hartgekochte Eier heiss in den warmen Kabis-Sud legen. Nach ca. 1 Stunde sieht man erste Ergebnisse. Gibst du 1 dl Heidelbeersaft zum Rotkabis-Sud hinzu, werden die Eier eher indigoblau bis grau.
Tipp: Kabis anschliessend mit Brunos Salatsauce als Salat servieren.
Einen Rotton erzielst du z. B. mit Randensaft, in den du die gekochten Eier einige Stunden einlegst. Gibst du gekochte Eier eine Zeitlang in Heidelbeersaft, werden sie lila. Kochst du Eier in reinem Aroniasaft (vom Reformhaus), werden sie violett, in starkem Kaffee oder Schwarztee dagegen beige oder braun. Für Gelb kochst du 2 TL Kurkuma in 1 l Wasser auf und legst die Eier hinein. Werden die Eier direkt im Sud gekocht, gibt’s dunklere Gelbtöne. Und grüne Eier gibt’s, wenn du gekochte Eier einige Stunden in superstarken Mate-Tee oder Spinatsud einlegst.
Zitronensaft-Zaubermuster
Mit einem Pinsel oder Wattestäbchen lassen sich mit Zitronensaft Muster wie Wellen, Punkte, Kreuze etc. auf das Ei malen. Die Zitronenmuster müssen komplett trocken sein, bevor du das Ei in die Farbe tauchst. Die Muster treten auf der Eierschale hervor, weil dort keine Farbe anhaftet. Der Rest des Eies wird eingefärbt – das funktioniert bei Heiss- und Kaltfarben. Mit etwas Zitronensaft und einer Zahnbürste kann man übrigens auch lustige Sprenkel auf die Eier zaubern. Tauche dafür die Zahnbürste in wenig Zitronensaft, streiche mit dem Finger über die Borsten und benetze die Eier.
Weiter verzieren
Sind die Eier gefärbt und trocken, können sie noch weiter verziert werden, beispielsweise mit Sticker, Perlen, Steinchen, Pailletten – das ist eine wunderbare Sache für kleine Kinderhände. Auch kann man mit Kreide Linien auf den gefärbten Eiern ziehen, so sehen sie aus wie Steine. Ältere Kinder können auch vorsichtig mit einer Stricknadel Muster in die gefärbten Eier ritzen.
Lebensmittel- oder Wachsmalstifte
Wer lieber nicht mit Farben hantieren möchte, kann zu Lebensmittelfarbstiften oder Wachsmalstiften greifen. Auch dafür müssen die Eier erst hart gekocht, dann eins nach dem anderen mit einem Löffel aus dem Wasserbad geholt und noch warm bemalt werden. So haften die Wachsmalfarben viel besser. Auf diese Weise können alle Familienmitglieder ganz einfach Tiere, bunte Punkte oder Muster auf die Eier aufmalen.
Und solltest du hier vor lauter Eierkochen Hunger bekommen – wir haben natürlich auch das passende Eiersalat-Rezept für dich.